
| Die meistzitierten Artikel | Die meistzitierten Reviews | Die meistzitierten Köpfe |
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Ungewohnt stark vertreten sind Forscher aus der Schweiz und Österreich unter den meistzitierten Pathologen. Möglicherweise eine Folge besonders großer Abteilungen für Pathologie an deren Universitäten. Seit Rudolf Virchow hat die Pathologie eine große Tradition in Deutschland. Doch mit Traditionen alleine kann man sich in der Regel nicht viel kaufen auf dem Markt der Zitierungen. Zumindest in den letzten Jahren haben den deutschen Pathologen ihre Kollegen aus der Schweiz und Österreich relativ den Rang abgelaufen. 13 Schweizer und 10 Österreicher Pathologen finden sich unter den 50 Forschern, deren Publikationen aus den Jahren 1997-99 bis heute am häufigsten zitiert werden. Einen solch hohen Anteil im Vergleich zu den deutschen Fachkollegen gab es in noch keiner anderen Disziplin. Und sie stehen nicht einfach irgendwo mittendrin. Nein, alleine sechs Schweizer Forscher, die im besagten Veröffentlichungszeitraum zumindest teilweise an den pathologischen Abteilungen der Unis in Zürich und Basel arbeiteten, tummeln sich unter den zehn Meistzitierten. Zwei weitere kommen im nächsten Zehnerpack bis Platz 20 dazu, sowie fünf Österreicher aus den pathologischen Abteilungen der Unis Wien und Innsbruck. Anders herum zusammen gefasst: Unter die ersten Zwanzig schafften es gerade einmal sechs Forscher aus der deutschen Pathologie. Deren Bester, der Helicobacter-Spezialist Manfred Stolte vom Klinikum Bayreuth, rangiert zwar immerhin auf Platz 2. Die meisten seiner vielen Publikationen zwischen 1997 und 99 ziert er jedoch als Ko-Autor von Studien, die unter der Federführung gastroenterolgischer Klinik-Forscher entstanden - darunter sämtliche seiner gut zitierten Artikel (siehe etwa Platz 5 in der Tabelle "Die meistzitierten Artikel"). Auf ähnliche Weise profitierte das Ehepaar KlaraTenner-Racz und Paul Racz von der Abteilung Pathologie des Hamburger Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin bei ihren meistzitierten Artikeln vor allem von der Zusammenarbeit mitinternationalen Größen der AIDS-Forschung, wie etwa David Ho, oder der Infektionsimmunologie, wie Ralph Steinman. Einsame Koautoren Überhaupt lässt sich sagen, dass Pathologen offenbar beliebte Kooperationspartner sind. Beim Blick auf die Tabelle dermeistzitiertenArtikelder J ahre 1997-99 mit Beteiligung von Pathologen aus Deutschland, Schweiz oder Österreich fällt nämlich unmittelbar folgendes ins Auge: Die fünf meistzitierten Paper sind allesamt Veröffentlichungen von Forschern anderer Disziplinen, unter deren Autorenliste sich jeweils gerade mal ein Pathologe "eingeschlichen" hat. Der Basler Guido Sauter im meistzitierten Paper, der Innsbrucker Stephan Geley im nächsten, der Jenaer Rolf Bräuer im dritten, sowie der Heidelberger Walter J. Hofmann und der bereits erwähnte Manfred Stolte in den Publikationen auf den Plätzen 4 und 5. Erst auf Platz 6 kommt ein Paper, das tatsächlich aus einem pathologischen Institut kommt - veröffentlicht von den Regensburgern um Josef Rüschoff in Cancer Research. Apropos Cancer Research: Die Tumorforschung ist neben der Infektionsimmunologie offensichtlich das Thema, mit dem auch Pathologen zu den meisten Zitierungen kommen. Unter den ersten Zehn belegen neben dem "Gastro-Pathologen" Manfred Stolte insgesamt vier "Krebs-Pathologen" und fünf Pathologen mit immunologischer oder infektionsbiologischer Ausrichtung die Plätze. Tumor- und Immunopathologen Zu letzteren wiederum gehört auch der meistzitierte Pathologe des untersuchten Zeitraums, der zugleich auch sicherlich deren bekanntester ist: Rolf Zinkernagel, der Nobelpreisträger des Jahres 1996. Sicherlich ist dieser den meisten vor allem als Immunologe bekannt, schließlich bekam er den Nobelpreis für die Entdeckung des Major Histocompatibilty Complex (MHC) als Grundlage für die Unterscheidung des Immunsystems zwischen Eigen und Fremd. Allerdings ist "sein" Institut für Experimentelle Immunologie in der Abteilung Pathologie der Universität angesiedelt. Und dass die Pathologie nicht einfach nur an Zinkernagels Türschild steht, zeigt die Tatsache, dass er in letzter Zeit mit seinen Leuten verstärkt an infektionsimmunologischen Projekten arbeitet - die Abwehr von Virusinfektionen etwa, bis hin zu Prionenkrankheiten. Zudem ist er - neben der Schweizerischen Gesellschaft für Immunologie, klar - bereits seit 1981 Mitglied in der Schweizerischen Gesellschaft für Pathologie. Breit angelegte Abteilungen Vielleicht liegt in diesen Verhältnissen auch die Ursache verborgen für das überdurchschnittliche Abschneiden der Schweizer und Österreicher Pathologen im Vergleich mit ihren deutschen Fachkollegen. Es gibt zwar große Institute für Pathologie an deutschen Universitäten - etwa die beiden Berliner Institute unter Manfred Dietel (16.) an der Humboldt-Universität sowie Harald Stein (17.) an der Freien Universität, oder in Würzburg unter Hans-Konrad Müller-Hermelink (10.) - in Zürich, Basel, Wien oder Innsbruck jedoch ist die Pathologie jeweils als ganze Abteilung organisiert, mit mehreren Instituten. Woraus folgt, dass dort mehr Professoren und daher auch mehr Gruppen und mehr Mitarbeiter insgesamt in der Pathologie arbeiten. Nun sorgt die reine Masse natürlich nicht automatisch für Klasse. Aber solche Verhältnisse machen es doch leichter, auch Spezialisten wie etwa den Immunologen Zinkernagel samt seinen Mitarbeitern in Zürich, oder den Wiener Allergologen Christof Ebner in die Pathologie einzubinden. Ein Konzept, das in Deutschland offenbar bisher nicht in diesem Maße realisiert ist. Bleibt zum Schluss noch eine Klarstellung: Nicht berücksichtigt für den Vergleich wurden die Neuropathologen. Die arbeiten doch zum großen Teil in eigenen Instituten und Abteilungen und können daher schon als eigene Disziplin gelten. Zudem waren sie ja bereits im Zitationsvergleich "Neurowissenschaften (LJ 12/2002, S. 38) bestens vertreten. Wie die Tabellen entstanden Berücksichtigt wurden Papers mit Erscheinungsjahr 1997 bis 1999. Zahlen für Zitate und Artikel lieferte die Datenbank "Web of Science" des Institute for Scientific Information (ISI) in Philadelphia. Stichtag war der 13. März 2002. Die "Köpfe" arbeiten entweder an einem pathologischen Institut, publizieren überwiegend in pathologischen Journals oder arbeiten an eindeutig pathologischen Projekten. Ausgewiesene Neuropathologen wurden nicht berücksichtigt, dies geschah bereits im Vergleich "Neurowissenschaften" (LJ 1-2/2002, S.38). Review-Artikel sowie deren Zitierungen zählten für die "Köpfe"-Wertung nicht. Wichtig: Die Datenbanken sind nicht perfekt. Fehler, die hieraus entstehen, können wir in der Regel nicht erkennen. |
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Die meistzitierten Artikel |
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| Rang | Autoren | Paper | Zitierungen |
| 1. | Anzick SL, Kononen J, Walker RL, Azorsa DO, Tanner MM, Guan XY, Sauter G, Kallioniemi OP, Trent JM, Meltzer PS | AIB1, a steroid receptor coactivator amplified in breast and ovarian cancer. SCIENCE 277 (5328): 965-968 AUG 15 1997 | 391 |
| 2. | Susin SA, Zamzami N, Castedo M, Daugas E, Wang HG, Geley S, Fassy F, Reed JC, Kroemer G | The central executioner of apoptosis: Multiple connections between protease activation and mitochondria in Fas/APO-1/CD95- and ceramide-induced apoptosis. JOURNAL OF EXPERIMENTAL MEDICINE 186 (1): 25-37 JUL 7 1997 | 332 |
| 3. | Austrup F, Vestweber D, Borges E, Lohning M, Brauer R, Herz U, Renz H, Hallmann R, Scheffold A, Radbruch A, Hamann A | P- and E-selectin mediate recruitment of T-helper-1 but not T-helper-2 cells into inflamed tissues. NATURE 385 (6611): 81-83 JAN 2 1997 | 315 |
| 4. | Müller M, Strand S, Hug H, Heinemann EM, Walczak H, Hofmann WJ, Stremmel W, Krammer PH, Galle PR | Drug-induced apoptosis in hepatoma cells is mediated by the CD95 (APO-1/Fas) receptor/ligand system and involves activation of wild-type p53. JOURNAL OF CLINICAL INVESTIGATION 99 (3): 403-413 FEB 1 1997 | 289 |
| 5. | Labenz J, Blum AL, Bayerdorffer E, Meining A, Stolte M, Borsch G | Curing Helicobacter pylori infection in patients with duodenal ulcer may provoke reflux esophagitis. GASTROENTEROLOGY 112 (5): 1442-1447 MAY 1997 | 271 |
| 6. | Dietmaier W, Wallinger S, Bocker T, Kullmann F, Fishel R, Ruschoff J | Diagnostic microsatellite instability: Definition and correlation with mismatch repair protein expression. CANCER RESEARCH 57 (21): 4749-4756 NOV 1 1997 | 249 |
| 7. | Schmidt L, ..., Moch H, Störkel S, ..., Zbar B | Germline and somatic mutations in the tyrosine kinase domain of the MET proto-oncogene in papillary renal carcinomas. NATURE GENETICS 16 (1): 68-73 MAY 1997 | 239 |
| 8. | Zhang LQ, Ramratnam B, Tenner-Racz K, He YX, Vesanen M, Lewin S, Talal A, Racz P, Perelson AS, Korber BT, Markowitz M, Ho DD | Quantifying residual HIV-1 replication in patients receiving combination antiretroviral therapy. NEW ENGLAND J. OF MEDICINE 340 (21): 1605-1613 MAY 27 1999 | 225 |
| 9. | Kononen J, Bubendorf L, Kallioniemi A, Barlund M, Schraml P, Leighton S, Torhorst J, Mihatsch MJ, Sauter G, Kallioniemi OP | Tissue microarrays for high-throughput molecular profiling of tumor specimens. NATURE MEDICINE 4 (7): 844-847 JUL 1998 | 186 |
| 10. | Gerloff T, Stieger B, Hagenbuch B, Madon J, Landmann L, Roth J, Hofmann AF, Meier PJ | The sister of P-glycoprotein represents the canalicular bile salt export pump of mammalian liver. J. OF BIOL. CHEMISTRY 273 (16): 10046-10050 APR 17 1998 | 183 |
Die meistzitierten Reviews |
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| Rang | Autoren | Paper | Zitierungen |
| 1. | Harris NL, Jaffe ES, Diebold J, Flandrin G, Muller-Hermelink HK, Vardiman J, Lister TA, Bloomfield CD. | World Health Organization classification of neoplastic diseases of the hematopoietic and lymphoid tissues: Report of the Clinical Advisory Committee Meeting - Airlie House, Virginia, November 1997. J. OF CLIN. ONCOLOGY 17 (12): 3835-3849 DEC 1999 | 225 |
| 2. | Racusen LC, ..., Mihatsch MJ , ..., Yamaguchi Y | The Banff 97 working classification of renal allograft pathology. KIDNEY INTERNATIONAL 55 (2): 713-723 FEB 1999 | 157 |
Die meistzitierten Köpfe |
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| Rang | Name | Ort | Zitierungen | Artikel |
| 1. | Rolf Zinkernagel, | Exp. Immunol. Pathol. Uni Zürich | 2148 | 56 |
| 2. | Manfred Stolte, | Pathol. Klinikum Bayreuth | 2012 | 79 |
| 3. | Hans Hengartner, | Exp. Immunol. Pathol. Uni Zürich | 1582 | 48 |
| 4. | Guido Sauter, | Pathol. Uni Basel | 1273 | 34 |
| 5. | Martin F. Bachmann, | Pathol. Uni Zürich (seit 98 Basel/seit 2000 Zürich) | 1070 | 44 |
| 6. | Michael J. Mihatsch, | Pathol. Uni Basel | 976 | 50 |
| 7. | Paul Racz, | Pathol. Bernh.-Nocht-Inst. Uni Hamburg | 971 | 18 |
| 8. | Klara Tenner-Racz, | Pathol. Bernh.-Nocht-Inst. Uni Hamburg | 942 | 17 |
| 9. | Holger Moch, | Pathol. Uni Basel | 919 | 36 |
| 10. | Hans-K. Müller-Hermelink, | Pathol. Uni Würzburg | 867 | 63 |
| 11. | Stephan Geley, | Allg. & Exp. Pathol. Uni Innsbruck | 810 | 16 |
| 12. | Dietrich Kraft, | Allg. & Exp. Pathologie Uni Wien | 797 | 54 |
| 13. | Christof Ebner, | Allg. & Exp. Pathol. Uni Wien | 707 | 48 |
| 14. | Bernhard Odermatt, | Pathol. Uni Zürich | 699 | 20 |
| 15. | Rudolf Valenta, | Allg. & Exp. Pathol. Uni Wien | 687 | 45 |
| 16. | Manfred Dietel, | Pathol Charité HU Berlin | 680 | 42 |
| 17. | Harald Stein, | Pathol. UKBF Freie Uni Berlin | 674 | 55 |
| 18. | Lukas Bubendorf, | Pathol. Uni Basel | 632 | 17 |
| 19. | Otto Scheiner, | Allg. & Exp. Pathol. Uni Wien | 616 | 45 |
| 20. | Ioannis Anagnostopoulos, | Pathol. UKBF Freie Uni Berlin | 613 | 26 |
| 21. | Heinz Höfler, | Pathol. TU München | 609 | 50 |
| 22. | Peter Schraml, | Pathol. Uni Basel | 597 | 16 |
| 23. | Reinhard Kofler, | Allg. & Exp. Pathol. Uni Innsbruck | 580 | 16 |
| 24. | Walter J. Hofmann, | Pathol. Uni Heidelberg | 573 | 20 |
| 25. | Josef Rüschoff, | Pathol. Uni Regensburg | 566 | 22 |
| 26. | Thomas Kirchner, | Pathol. Uni Erlangen | 538 | 39 |
| 27. | Heimo Breiteneder, | Allg. & Exp. Pathol. Uni Wien | 533 | 41 |
| 28. | German Ott, | Pathol. Uni Würzburg | 527 | 25 |
| 29. | Jürgen Roth, | Pathol. Uni Zürich | 526 | 26 |
| 30. | Gabriele Köhler, | Pathol. Uni Freiburg (seit 2001 Münster) | 494 | 29 |
| 31. | Axel Greiner, | Pathol. Uni Würzburg | 478 | 16 |
| 32. | Iver Petersen, | Pathol. Charité HU Berlin | 476 | 18 |
| 33. | Hans Dieter Foss, | Pathol. UKBF Freie Uni Berlin | 472 | 28 |
| 34. | Reza Parwaresch, | Hämatopathol. Uni Kiel | 465 | 43 |
| 35. | Arne Luz, | Pathol. TU München & GSF Neuherberg | 461 | 25 |
| 36. | Michael Hummel, | Pathol. UKBF Freie Uni Berlin | 460 | 30 |
| 37. | Michael Amling, | Osteopathol. UKE Uni Hamburg (bis 97 Yale/USA) | 458 | 17 |
| 38. | Georg Wick, | Allg. & Exp. Pathol. Uni Innsbruck | 453 | 31 |
| 39. | Stephan Störkel, | Pathol. Klinikum Wuppertal | 451 | 17 |
| 40. | Peter Möller, | Pathol. Uni Ulm | 436 | 27 |
| 41. | Jean-Claude Reubi, | Pathol. Uni Bern | 405 | 25 |
| 42. | Hans Peter Dienes, | Pathol. Uni Köln | 399 | 37 |
| 43. | Annette Oxenius, | Exp. Immunol. Dep. Pathol. Uni Zürich (s. 99 Oxford) | 398 | 13 |
| 44. | Bernhard Ryffel, | Pathol. Uni Basel (seit 98 Kapstadt/ZA) | 398 | 24 |
| 45. | Hartmut Beug, | Inst. Mol. Pathol. Wien | 397 | 25 |
| 46. | Wolfgang Dietmaier, | Pathol. Uni Regensburg | 396 | 7 |
| 47. | Thomas Luther, | Pathol. TU Dresden | 384 | 14 |
| 48. | Günther Böck, | Allg. & Exp. Pathol. Uni Innsbruck | 368 | 19 |
| 49. | Udo Helmchen, | Pathol. UKE Uni Hamburg | 365 | 25 |
| 50. | Martin-Leo Hansmann, | Pathol. Uni Frankfurt | 358 | 16 |