
| Die meistzitierten Artikel | Die meistzitierten Reviews | Die meistzitierten Köpfe |
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Auch an Neurologischen Kliniken wird bisweilen molekulargenetisch gearbeitet. Naheliegend, dass unter den klinischen Neuroforschern solche "Molekular-Neurologen" besonders häufig zitiert werden. Eines war von Vorneherein klar: den Neuroforscher kann man eindeutig in klinisch oder nicht-klinisch einteilen. Manche zum Beispiel sind Oberärzte in Neurologischen oder Psychiatrischen Kliniken, arbeiten aber vorwiegend an Grundlagen-Problemen. Typische Beispiele: Michael Weller, Leiter der Abteilung "Molekulare Neuroonkologie" an der Neurologischen Klinik der Uni Tübingen, der auf Platz 3 der meistzitierten Forscher landete, oder Thomas Gasser auf Position 11, der in der Neurologie des Klinikums Großhadern dem Morbus Parkinson hauptsächlich molekulargenetisch zu Leibe rückt. Unvermeidbar war daher auch, dass einige "Köpfe", die bereits im Vergleich der nicht-klinischen Hirn- und Nervenforscher auftauchten (LJ 1-2/2002, S. 38), im klinischen Teil nochmals berücksichtigt werden mussten. So kommt es auch, dass auf den ersten beiden Plätzen der meistzitierten Forscher zwei Namen nochmals erscheinen, die bereits im nicht-klinischen Vergleich die Plätze 4 und 5 belegten: Florian Holsboer, Direktor des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie in München-Schwabing, auf dem Spitzenplatz, sowie Hans Lassmann, der 1999 vom Institut für Neurologie der Uni Wien an das dortige neu gegründete Institut für Hirnforschung wechselte, direkt dahinter. Doch werfen wir zunächst einen Blick auf die meistziterten Paper der Jahre 1997-99 mit Beteiligung klinischer Neuroforscher aus dem deutschen Sprachraum. Da stürmen zwei Publikationen mit großem Abstand allen anderen davon - vor allem das meistzitierte Paper: Den Nature Genetics-Letter über eine offenbar Parkinson-begünstigende Mutation, hauptsächlich eine Kooperation der Bochumer Neurologischen Klinik mit der dortigen Humangenetik, zitierten die Kollegen weltweit doppelt so häufig wie den drittplatzierten Artikel. Die Folge: Sämtliche Mitautoren aus der Bochumer Neurologie platzierten sich schon fast mit den 350 Zitierungen dieses einen Papers alleine unter den Top 50 - allen voran "Chef" Horst Przuntek auf Platz 7 und Oberarzt Ludger Schöls auf dem neunten Rang. Erstautor Rejko Krüger landete auf Platz 37, Wilfried Kuhn auf 25, Thomas Müller auf 33 und Dirk Woitalla auf 41. Erfolg im Ausland Auf Platz Zwei, ebenfalls noch mit großem Abstand auf das drittplatzierte Paper, eine "echte" klinische Studie zum Schlaganfall unter Leitung des Erstautors Werner Hacke, Ärztlicher Direktor an der Neurologischen Klinik der Universität Heidelberg. Ein knappes Viertel seiner Zitierungen, die ihn letztlich auf Platz Vier brachten, "machte" er mit diesem Paper. Und auch den anderen beiden beteiligten deutschen "Neuro-Klinikern" verhalf es zu einem Platz unter den ersten Fünfzig: dem Dresdener Neuroradiologen zu Platz 16 und dem Leipziger Neurologen Dietmar Schneider zu Platz 47. Bei fünf der übrigen acht meistzitierten Paper muss man den Zusatz "mit deutscher Beteiligung" doppelt unterstreichen. Sämtliche Publikationen auf den Plätzen 3 bis 5, sowie 9 und 10 entstanden hauptsächlich an ausländischen Einrichtungen und führen in vier Fällen gerade einmal einen in Deutschland tätigen Ko-Autor. Gleich zweimal schaffte es auf diese Art der Kieler Neurologe Paul Krack unter die Top 10 der Paper-Wertung (Plätze 3 und 9), der somit seine zwei "besten" Papers vor allem einer Zusammenarbeit mit französischen Kollegen in Grenoble verdankt. Wie auch Platz 18 in der "Köpfe"-Wertung. Ähnlich verhält es sich mit den Papern auf den Plätzen 4 und 10. Bei Ersterem profitierte der Marburger Richard Dodel von seinen offenbar guten Kontakten nach Indianapolis, letzteres ist noch ein Rückgriff auf die Postoc-Zeit des jetzigen Regensburgers Gerd Kempermann am Salk Institute in La Jolla/USA. Ein wenig schief erscheint der Vergleich auch dadurch, dass mit der Masse der Neurologen andere klinische "Hirn- und Nervendisziplinen" kaum mithalten können. Die Psychiatrie bringt wenigstens fünf Forscher in die Liste, davon aber immerhin Florian Holsboer auf Platz eins. Überdies platzierten sich der Würzburger Serotonin-Transporter-Experte Klaus-Peter Lesch auf 10 sowie der Wiener Werner Sieghart auf 13 ebenfalls im oberen Drittel. Schwieriger hatten es da offenbar die Neurochirurgen. Zwar publizieren sie durchweg viele "Werke", im Schnitt werden diese jedoch deutlich weniger zitiert als etwa die Artikel der Neurologen. Lediglich einer dieser Zunft, der Bonner Johannes Schramm (21.), schaffte es unter die Top 50. Etwas besser schnitten noch die Kollegen aus der Neuroradiologie ab: Ganze vier platzierten sich unter den ersten 50. Deren besten, der Dresdener Rüdiger von Kummer auf Platz 16, hatten wir als Koautor des am zweithäufigsten zitierten Paper bereits erwähnt. Zudem ist der Münchner Tarek Yousry (22.) für den am siebthäufigsten zitierten Artikel immerhin als Erstautor verantwortlich. Den Rest stellen hauptsächlich die Mannen der Neurologischen Kliniken. Nur zwei Frauen, Sigrid Poser auf Platz 31 und Inga Zerr auf 36, konnten sich dazwischen drängeln. Hat es das "schwache Geschlecht" in der Neurologie besonders schwer? Wie die Tabellen entstanden Berücksichtigt wurden Papers mit Erscheinungsjahr 1997 bis 1999. Zahlen für Zitate und Artikel lieferte die Datenbank "Web of Science" des Institute for Scientific Information (ISI) in Philadelphia. Stichtag war der 15. Februar 2002. Die "Köpfe" arbeiten entweder an einem klinisch-neurowissenschaftlichen Institut, publizieren überwiegend in klinisch-neurowissenschaftlichen Journals oder arbeiten an eindeutig klinisch-neurowissenschaftlichen Projekten. Review-Artikel sowie deren Zitierungen wurden nicht berücksichtigt. Wichtig: Die Datenbanken sind nicht perfekt. Fehler, die hieraus entstehen, können wir in der Regel nicht erkennen. |
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Die meistzitierten Artikel |
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| Rang | Autoren | Paper | Zitierungen |
| 1. | Krüger R, Kuhn W, Muller T, Woitalla D, Graeber M, Kosel S, Przuntek H, Epplen JT, Schols L, Rieß O | Ala30Pro mutation in the gene encoding alpha-synuclein in Parkinsons disease. NATURE GENETICS 18 (2): 106-108 FEB 1998 | 348 |
| 2. | Hacke W, Kaste M, ..., von Kummer R, ..., Meier D, ..., Schneider D, ..., Trouillas | PRandomised double-blind placebo-controlled trial of thrombolytic therapy with intravenous alteplase in acute ischaemic stroke (ECASS II). LANCET 352 (9136): 1245-1251 OCT 17 1998 | 271 |
| 3. | Limousin P, Krack P, Pollak P, Benazzouz A, Ardouin C, Hoffmann D, Benabid AL | Electrical stimulation of the subthalamic nucleus in advanced Parkinsons disease. NEW ENGLAND JOURNAL OF MEDICINE 339 (16): 1105-1111 OCT 15 1998 | 174 |
| 4. | Bales KR, Verina T, Dodel RC, Du YS, Altstiel L, Bender M, Hyslop P, Johnstone EM, Little SP, Cummins DJ, Piccardo P, Ghetti B, Paul SM | Lack of apolipoprotein E dramatically reduces amyloid beta-peptide deposition. NATURE GENETICS 17 (3): 263-264 NOV 1997 | 171 |
| 5. | Leroy E, Boyer R, Auburger G, Leube B, Ulm G, ..., Gasser T, Steinbach PJ, Wilkinson KD, Polymeropoulos MH | The ubiquitin pathway in Parkinsons disease. NATURE 395 (6701): 451-452 OCT 1 1998 | 152 |
| 6. | Gasser T, Müller-Myhsok B, Wszolek ZK, Oehlmann R, Calne DB, Bonifati V, Bereznai B, Fabrizio E, Vieregge P, Horstmann RD | A susceptibility locus for Parkinsons disease maps to chromosome 2p13. NATURE GENETICS 18 (3): 262-265 MAR 1998 | 140 |
| 7. | Yousry TA, Schmid UD, Alkadhi H, Schmidt D, Peraud A, Buettner A, Winkler P | Localization of the motor hand area to a knob on the precentral gyrus - A new landmark. BRAIN 120: 141-157, Part 1 JAN 1997 | 139 |
| 8. | Timpl P, Spanagel R, Sillaber I, Kresse A, Reul JMHM, Stalla GK, Blanquet V, Steckler T, Holsboer F, Wurst W | Impaired stress response and reduced anxiety in mice lacking a functional corticotropin-releasing hormone receptor 1. NATURE GENETICS 19 (2): 162-166 JUN 1998 | 130 |
| 9. | Krack P, Pollak P, Limousin P, Hoffmann D, Xie J, Benazzouz A, Benabid AL | Subthalamic nucleus or internal pallidal stimulation in young onset Parkinsons disease. BRAIN 121: 451-457, Part 3 MAR 1998 | 128 |
| 10. | van Praag H, Kempermann G, Gage FH | Running increases cell proliferation and neurogenesis in the adult mouse dentate gyrus. NATURE NEUROSCIENCE 2 (3): 266-270 MAR 1999 | 127 |
Die meistzitierten Reviews |
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| Rang | Autoren | Paper | Zitierungen |
| 1. | Herdegen T, Skene P, Bähr M | The c-Jun transcription factor - Bipotential mediator of neuronal death, survival and regeneration. TRENDS IN NEUROSCIENCES 20 (5): 227-231 MAY 1997 | 179 |
| 2. | Dirnagl U, Iadecola C, Moskowitz MA | Pathobiology of ischaemic stroke: an integrated view. TRENDS IN NEUROSCIENCES 22 (9): 391-397 SEP 1999 | 151 |
Die meistzitierten Köpfe |
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| Rang | Name | Ort | Zitierungen | Artikel |
| 1. | Florian Holsboer, | MPI f. Psychiatrie München | 1396 | 84 |
| 2. | Hans Lassmann, | Inst. f. Hirnforschung Wien | 1298 | 49 |
| 3. | Michael Weller, | Neurol. Klinik Uni Tübingen | 1256 | 85 |
| 4. | Werner Hacke, | Neurol. Klinik Uni Heidelberg | 1215 | 58 |
| 5. | Johannes Dichgans, | Neurol. Klinik Uni Tübingen | 941 | 76 |
| 6. | Klaus Viktor Toyka, | Neurol. Klinik Uni Würzburg | 930 | 60 |
| 7. | Horst Przuntek, | Neurol. Klinik Uni Bochum | 835 | 53 |
| 8. | Gerd Kempermann, | Neurol. Klinik Uni Regensburg (bis 98 La Jolla/USA) | 748 | 8 |
| 9. | Ludger Schöls, | Neurol. Klinik Uni Bochum | 733 | 21 |
| 10. | Klaus Peter Lesch, | Psychiatr. Klinik Uni Würzburg | 733 | 37 |
| 11. | Thomas Gasser, | Neurol. Klinik Grosshadern Uni München | 726 | 23 |
| 12. | Christian E. Elger, | Klinik für Epileptologie Uni Bonn | 725 | 82 |
| 13. | Werner Sieghart, | Psychiatr. Klinik Uni Wien | 705 | 32 |
| 14. | Thomas Klockgether, | Neurol. Klinik Uni Bonn (bis 98 Tübingen) | 701 | 51 |
| 15. | Wolf-Dieter Heiss, | MPI f. neurol. Forsch. Köln | 679 | 60 |
| 16. | Rüdiger von Kummer, | Neuroradiol. TU Dresden | 655 | 26 |
| 17. | Jörg B. Schulz, | Neurol. Klinik Uni Tübingen (bis 97 Boston/USA) | 624 | 27 |
| 18. | Paul Krack, | Neurol. Klinik Uni Kiel | 602 | 16 |
| 19. | Richard C. Dodel, | Neurol. Klinik Uni Marburg | 590 | 16 |
| 20. | Hans-Jochen Heinze, | Neurol. Klinik Uni Magdeburg | 580 | 32 |
| 21. | Johannes Schramm, | Neurochir. Klinik Uni Bonn | 570 | 58 |
| 22. | Tarek A. Yousry, | Neuroradiol. Klinikum Grosshadern Uni München | 554 | 41 |
| 23. | Wolfgang H. Oertel, | Neurol. Klini Uni Marburg (bis 98 München) | 552 | 42 |
| 24. | Christian Behl, | MPI f. Psychiatrie München | 539 | 16 |
| 25. | Wilfried Kuhn, | Neurol. Klinik Uni Bochum | 539 | 29 |
| 26. | Peter Riederer, | Psychiatr. Klinik Uni Würzburg | 530 | 67 |
| 27. | Karl O. Lovblad, | Neuroradiol. Inselspital Uni Bern (bis 1998 Harvard/USA) | 524 | 21 |
| 28. | Erich B. Ringelstein, | Neurol. Klinik Uni Münster | 518 | 57 |
| 29. | Hans-Joachim Freund, | Neurol. Klinik Uni Düsseldorf | 510 | 27 |
| 30. | Hans C. Diener, | Neurol. Klinik Uni Essen | 496 | 57 |
| 31. | Sigrid Poser, | Neurol. Klinik Uni Göttingen | 494 | 27 |
| 32. | Hans-P. Hartung, | Neurol. Klinik Uni Graz (bis 97 Würzb. / seit. 01 Düsseld.) | 490 | 50 |
| 33. | Thomas Müller, | Neurol. Klinik Uni Bochum | 477 | 29 |
| 34. | Matthias Bähr, | Neurol. Klinik Uni Göttingen (bis 99 Tübingen) | 473 | 26 |
| 35. | Gregor K. Wenning, | Neurol. Klinik Uni Innsbruck | 449 | 25 |
| 36. | Inga Zerr, | Neurol. Klinik Uni Göttingen | 446 | 23 |
| 37. | Rejko Krüger, | Neurol. Klinik Uni Bochum | 442 | 7 |
| 38. | Thomas Brandt, | Neurol. Klinik Grosshadern Uni München | 435 | 46 |
| 39. | Werner Poewe, | Neurol. Klinik Uni Innsbruck | 431 | 37 |
| 40. | Ulrich Dirnagl, | Neurol. Charité HU Berlin | 429 | 29 |
| 41. | Dirk Woitalla, | Neurol. Klinik Uni Bochum | 428 | 7 |
| 42. | Andres Ceballos-Baumann, | Neurol. Klinikum R. d. Isar TU München | 422 | 21 |
| 43. | Kurt Jellinger, | Ludwig Boltzmann-Inst. Klin. Neurobiol. Wien | 422 | 35 |
| 44. | Otto W. Witte, | Neurol. Klinik Uni Düsseldorf | 419 | 40 |
| 45. | Klaus Sartor, | Neuroradiol. Uni Heidelberg | 404 | 42 |
| 46. | Michael Hennerici, | Neurol. Klinik Mannheim Uni Heidelberg | 398 | 54 |
| 47. | Dietmar Schneider, | Neurol. Klinik Uni Leipzig | 396 | 10 |
| 48. | Matthias Spranger, | Neurol. Klinik Uni Heidelberg | 396 | 28 |
| 49. | Stefan Schwab, | Neurol. Klinik Uni Heidelberg | 395 | 33 |
| 50. | Konstantin A. Hossmann, | MPI f. neurol. Forschung Köln | 390 | 39 |