
Buchbesprechungvon Winfried Köppelle |
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![]() David Quammen Charles Darwin Gebundene Ausgabe: 320 Seiten Verlag: Piper; Auflage: 2., Auflage (März 2009) Sprache: Deutsch ISBN-10: 3492051588 ISBN-13: 978-3492051583 Preis: 19,95 EUR |
Im Allgemeinen gibt die Laborjournal-Redaktion nichts auf lobhudelnde Buchbesprechungen, die anderswo abgedruckt sind. Beim Charles-Darwin-Portrait des amerikanischen Wissenschaftsjournalisten David Quammen, das bereits im Frühjahr bei Piper auf deutsch erschien, machen wir eine Ausnahme: „Wenn Sie sich zum Darwin-Jahr 2009 nur ein Buch kaufen, dann dieses“, behaupteten die Kollegen von Science – und sie haben recht. Quammen – eigener Aussage zufolge weder Biologe noch Historiker – ist ein Darwinkenner par excellence und ein begnadeter Erzähler dazu. Wo immer man zu Lesen beginnt (beim Schreiber dieser Zeilen war es das Vorwort), wird man förmlich in den leicht lesbaren und doch hintergründigen Text hineingezogen. Dabei beginnt Quammens Geschichte da, wo sich die Darwin-Bücher vieler anderer Autoren bereits dem Ende nähern: Im Jahr 1837, unmittelbar nach Darwins Rückkehr nach England. Quammen spart die Reise mit der Beagle weitgehend aus, denn es geht ihm nicht darum, eine ohnehin sattsam bekannte Expedition zum x-ten Male wiederzukäuen. Er will seinen Lesern stattdessen den Menschen Charles Darwin und dessen soziales Umfeld im England des 19. Jahrhunderts näherbringen, und quasi „nebenher“ die Entstehung, den Inhalt und die enorme Bedeutung von Darwins Werk verständlich machen. Denn wie Quammen richtig anmerkt: Die meisten Leute haben weder Darwins Originalwerk noch eine Biografie über ihn jemals gelesen. Brauchen sie auch nicht mehr. Sie haben nun ja Quammens großartiges Buch. |