Buchbesprechung

von Winfried Köppelle




Timo Bader, Nina Horvath & Bernhard Weißbecker (Hrg.)
Darwins Schildkröte (Anthologie)

Klebebindung: 248 Seiten
Verlag: Fabylon; Auflage: 1 (1. Oktober 2008)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3927071242
ISBN-13: 978-3927071247
Preis: 10,00 EUR

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Laienhafte Fingerübungen

Der Titel dieser Sammlung von Kurzgeschichten täuscht: Inklusive der titelgebenden, sechseinhalb Seiten langen Novelle von Nina Horvath geht es bei Darwins Schildkröte nicht um Artbildung oder Evolution, sondern um Science-Fiction in der Tradition Alan Dean Fosters. Wir erleben den Erstkontakt eines österreichischen Schrebergärtners mit Extraterrestrischen, lernen intelligente Amöben mit Sprachbegabung sowie intergalaktische Spermahändler kennen und schmunzeln über Kreise im Kornfeld. Leider sind diese Stories zumeist belang- und ideenlos und wirken wie das Ergebnis eines Schreibwettbewerbs für Hobbyschriftsteller. Ein fachkundiges Lektorat dürften die wenigsten der 31 Erzählungen, verfasst von Jungautoren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, durchlaufen haben - als mögliche Ausnahmen seien die (vergleichsweise) einfallsreichen Stories von Henning Pfeiffer, Christian von Aster, Heidrun Jänchen und Frank Hebben genannt. Als anspruchslose Lektüre für Straßenbahnfahrt oder Arztbesuch mag diese Anthologie ihre Berechtigung haben, auch wenn dem Rezensenten keine einzige Geschichte länger als fünf Minuten im Gedächtnis haften blieb.




Letzte Änderungen: 06.03.2009





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