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Da biegt sich der (Fehler-)Balken

Der Fehlerbalken im Auge des Forschers

"Der Charité-Skandal" (Folgen 1-12 und 13, Update vom 8. März 2010) -- Es gehen Gerüchte, Forscher an der Charité hätten eine Unzahl von gefälschten Papern veröffentlicht. Höchste Stellen seien verwickelt, der Filz reiche bis nach Hamburg. Selbst Ulrike Beisiegel, Sprecherin des Ombudsman der DFG, Kandidatin für das Präsidentenamt der Göttinger Universität, Ikone der deutschen Wissenschaftsethik, wurde angegriffen.


Überraschende Wendung

 

In der letzten Tagen haben sich Hinweise auf eine überraschende Wendung der Geschichte ergeben. Wenn sie sich bestätigen, wäre es eine Wendung ins Katastrophale. Der Laborjournal-Reporter muß recherchieren und setzt daher die Folgen für ein paar Tage aus.

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JM Buerstedde und Helmholtz-Zentrum trennen sich

Eine beinahe zweijährige Hängepartie ist beendet: Am gestrigen Montag wurde bekannt, dass der langjährige Leiter des Instituts für Molekulare Strahlenbiologie, Jean-Marie Buerstedde, und das Helmholtz-Zentrum München auf Anregung des Gerichts eine Einigung erzielt hätten.


(16. Februar 2010)  Jean Marie Buerstedde und das Helmholtz Zentrum München – das war wie die endlose Geschichte von Hund und Katz. Im Dezember 2008 berichtete Laborjournal erstmals und exklusiv über diese „Selbstzerfleischung eines Instituts" – nun scheinen die gegenseitigen Vorwürfe ein Ende zu haben. Zumindest nach außen hin.

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The show must go on!

Erinnern Sie sich noch an den Zelltherapie-Skandal in der Innsbrucker Urologie? Stichworte: Inkontinenztherapie. Ethikkommission. Dokumentenfälschung. Anonyme Briefe. Phase-III-Studie (sie wurde ohne Befassung der Ethikkommission „durchgeführt“, in „The Lancet“ publiziert (Juni 2007) und dann von der Zeitschrift selbst nach einem vernichtenden behördlichen Inspektionsbericht im September 2008 zurückgezogen).


(9. Februar 2010) Handelnde Personen: Oberarzt Hannes Strasser, Lehrstuhlinhaber Georg Bartsch (beide Autoren der in „The Lancet“ publizierten, vermutlich gefälschten Studie),  Ministerialbeamter Hubert Hrabcik (er stellte Strasser und Bartsch ein falsches Gefälligkeitsrechtsgutachten aus); (Ex-)Rektor Clemens Sorg (vermutlich entlassen, weil er gegen Bartsch vorgehen wollte); Universitätsratsvorsitzende Gabriele Fischer (beteiligt an der Entlassung Sorgs); der dritte Nationalratspräsident Martin Graf (unterstützte Strasser mit parlamentarischen Anfragen); und viele mehr.

- Nach einem jetzt vorgelegten Gerichtsgutachten des Grazer Urologen Peter Petritsch sind von 377 stationär behandelten Patienten nur 21 legal behandelt worden.

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Auch der Deutsche verfilzt schon mal

Deutscher Filz

In der Schweiz läuft schon seit Wochen eine Debatte über „Deutschen Filz“ an Schweizer Universitäten. Angestoßen wurde sie von der Schweizerischen Volkspartei (SVP), der wählerstärksten Partei der Schweiz.


(2. Februar 2010) Es sei ausländische Arroganz zu spüren, hieß es, Deutsche stellten vor allem Deutsche ein und die seien nicht immer die wissenschaftlich Besten, sie kämen nur des Geldes wegen und manchmal würden gleich oder besser qualifizierte Schweizer benachteiligt. Letzteres gelte vor allem für den Nachwuchs.

Trifft der Vorwurf zu?

Der Autor dieses Artikels hat Anfang der 90er Jahre drei Jahre lang als Assistent in der Schweiz, an der Universität Zürich und der ETH, gearbeitet.

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